Reserve siegt im Penaltyschießen gegen Eisböcke
Zweites Spiel - Zweite enge Kiste - Erster Sieg

Das zweite Spiel in der Landskronliga stand für die Reserve des ELV Niesky auf dem Programm. Nach der knappen Niederlage im ersten Spiel wollte man eine Reaktion zeigen. Doch die Vorzeichen standen nicht sonderlich gut. Die Krankheitswelle machte den Reservisten einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Somit standen nur 11 Feldspieler auf dem Protokoll. Die Gäste reisten mit 16 Feldspielern an. Zur Nieskyer Primetime kamen erneut deutlich über 100 Zuschauer ins Eisstadion um die Reserve zu unterstützen.
Das Spiel begann aus Sicht der Reserve denkbar ungünstig. Bereits nach 4 Minuten musste Marco Pohl, der heute den Vorzug vor Marc Höher erhielt, erstmals hinter sich greifen. Sebastian Bartsch erzielte die Führung der Eisböcke. Nur knapp drei Minuten später konnte die Reserve jedoch ausgleichen. Martin Stempin ackerte vor dem Tor der Gäste, eroberte den Puck und netzte gekonnt in den kurzen Winkel ein. Das Spiel ging hoch und runter und war ein Wechselbad der Gefühle. Nachdem erneut Martin Stempin das 2:1 erzielte, in dem er einfach abzog und die Scheibe ins Netz jagte, fiel prompt wieder der Ausgleich. Dann gingen erneut die Gäste in Front. Doch die Reserve glich postwendend aus, als Lea Gloßmann in der 18. Spielminute eine Fackel aus dem Slot abbrannte. Damit ging es mit dem Zwischenstand von 3:3 in die erste Pause.
Das Mitteldrittel wollte die Reserve dann mit etwas mehr Ordnung angehen. Man war spielerisch und läuferisch besser und musste in der Defensive die Zuordnung verbessern. Die Gäste setzten immer wieder gefährliche Konter und zog aus allen Lagen ab. Einer der Konter wurde in der 24. Spielminute zur erneuten Führung der Eisböcke genutzt, als ein Schuss geblockt wurde und Manuel Buder allein auf Marco Pohl zulief und traf. Die Nieskyer erspielten sich weiterhin gute Möglichkeiten und Gästetorhüter Alexander Feiste hatte das ein oder andere Mal etwas Glück, dass die Scheibe nicht ins Tor rutschte. Kapitän Thomas Meißner traf beispielsweise nur den Pfosten. Auf der anderen Seite zog Alexander Heisler für die Gäste von der blauen Linie einfach mal ab und der Puck wurde ins Gehäuse abgefälscht. Das war das 3:5 in der 34. Spielminute. Doch die Reserve ließ die Köpfe nicht hängen und drängte weiter auf den Anschluss. Bastian König konnte dann den vierten Treffer für die Gastgeber erzielen. Nach einer Druckphase mit mehreren Abschlüssen kreiste der Neuling um das Tor und traf in der 37. Minute zum 4:5 aus Nieskyer Sicht. Mit dem knappen Rückstand ging es in die zweite Pause.
Der Schlussabschnitt war dann mehr oder weniger ein Spiel auf ein Tor. Die tapfer kämpfenden Reservisten spielten gut nach vorn und erarbeiteten sich Chance um Chance. Den nächsten Treffer erzielten jedoch erneut die Gäste. Erneut war es ein Schuss von der blauen Linie, der unglücklich von einem Nieskyer Schläger abgefälscht wurde und im Tor der Reserve landete (48. Spielminute). Doch an diesem Abend war es die geschlossene Mannschaftsleistung, die überzeugte und den Erfolg brachte. In der 49. Spielminute erzielte Christian Schreiber den erneuten Anschluss im Nachschuss, als er mustergültig vor dem Tor nachsetzte. Doch weiterhin lag man zurück. Auch eine doppelte Überzahl blieb leider ungenutzt. So mussten alle Beteiligten bis zum Schluss zittern. Das Trainerteam der Reserve nahm eine Auszeit und gab die Devise aus, jede Scheibe zum Tor zu bringen. Marco Pohl ging aus dem Kasten und man agierte mit 6 Feldspielern. In der Schlussminute warfen die Gäste alles rein. Doch Sniper Martin Stempin war der Matchwinner, als er knapp 30 Sekunden vor Schluss von hinter der Grundlinie abzog, einen Eisbock am Schlittschuh traf und der Puck über die Linie rutschte. Der Jubel war entsprechend groß. Mit dem 6:6 ging es direkt in Penaltyschießen. Dieses ging allerdings schnell über die Bühne. Der gut agierende Marco Pohl hielt zwei Versuche der Gäste und Thomas Meißner und Bastian König verwandelten souverän. Damit konnte die Reserve mit 7:6 triumphieren und die ersten zwei Punkte für sich notieren.

Mit nahezu voller Besetzung konnten wir am 11. November in Jonsdorf in unser Heimturnier gegen Dresden und Leipzig starten. Wie immer ging es nach der Erwärmung zum Umziehen und hier merkten die Betreuer, dass die kleinsten der Tornados auch neben dem Spielfeld schon verdammt schnell geworden sind. Das selbstständige Anziehen und gegenseitig helfen im Team führte zu einer Rekordzeit beim Umziehen und so ging es unter lauten Jonsdorf/Niesky Rufen zum Einlaufen aufs Eis.
Team Weiß hatte an diesem Wochenende große Schwierigkeiten ihren Rhythmus zu finden und es sollte ihnen leider auch bis zum Turnierende nicht wirklich gelingen. Vorn hatte man einfach kein Scheibenglück und in der Verteidigung gab man alles, um den Gegner nicht zum Schuss kommen zu lassen. Doch leider wurde der Goalie allzu oft umrundet und musste trotz einiger Saves immer wieder hinter sich greifen. Zu keiner Zeit ließ man allerdings den Kopf hängen und am Ende der fünf Spiele sah man zwar das ein oder andere leicht geknickte Gesicht. Doch egal welches der Kinder man fragte, eins hatten sie alle und das war "SPASS".
Nach dem doch nicht so gelungenen Auftritt vor heimischen Publikum haben sich die U11er um Trainer Lenin für die Spiele in der Domstadt Erfurt viel vorgenommen. Die Reise am vergangenen Samstag (11. November) in die Thüringer Landeshauptstadt bot viel Zeit, um mit allen Reihen theoretischen Grundlagen zu wiederholen aber auch um neue Tricks und Kniffe vorzubereiten.
Das dritte Spiel gegen die Hausherren des EHC Erfurt ließ auf so Einiges seitens der Zuschauer und Fans hoffen. - Beide Mannschaften hatten ihre Spiele mehr oder weniger deutlich gewonnen und wollten beide den Tages-Turnier-Sieg und damit auch das Triple für sich verbuchen. Energisch und mit viel Druck auf die beiden Torhüter gab es so einige Chancen für beide Teams. Doch die Goalies verspürten keine Lust hinter sich zu greifen. Unbeeindruckt dessen netzte abermals die Kombination aus Anton und Ferdinand gleich zwei Mal den Puck im Kasten der jungen Drachen ein. Im zweiten Spielabschnitt wurde es etwas zerfahrener innerhalb unserer Defensive. Immer wieder kamen Schüsse bei Franz an. Mit seinen Matten auf dem Eis ließ er keine Lücke für die Erfurter und hielt damit seinen Shutout fest.

