Mit großen Erwartungen und viel Motivation ging die NW15 am Samstag in das Heimspiel gegen den ESC Dresden. Doch statt der erhofften geschlossenen Mannschaftsleistung erlebten die Jungtornados einen schwierigen Eishockey-Tag. Am Ende musste sich die Spielgemeinschaft Niesky/Weißwasser mit 1:11 (1:5, 0:2, 0:4) geschlagen geben.
Bereits in der Anfangsminute erhielt die Partie eine unerfreuliche Wendung. Ausgerechnet in eigener Überzahl kassierten die Gastgeber nach nur 39 Sekunden den ersten Gegentreffer. Dieser frühe Rückschlag zeigte Wirkung. Die Jungtornados fanden anschließend kaum in ihr gewohntes Spiel, ließen die notwendige Laufbereitschaft vermissen und gewährten den Gästen aus Dresden zu viel Raum.
Die Dresdner nutzten diese Freiheiten konsequent und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Auch offensiv fehlten den Nieskyern über weite Strecken die Ideen und das Zusammenspiel, um die gegnerische Defensive ernsthaft unter Druck zu setzen.
In der 18. Spielminute gelang Ben Lehmann nach Vorarbeit von Resi Rohrbach und Max Schuster immerhin der Treffer für die Hausherren. Doch auch dieser Torerfolg brachte nicht die erhoffte Wende. Mit einem deutlichen 1:5-Rückstand ging es in die erste Drittelpause.
Mehr Einsatz und besseres Zusammenspiel im Mittelabschnitt
Für das zweite Drittel reagierte das Trainerteam mit Veränderungen. Die Reihen wurden umgestellt und auch auf der Torhüterposition erfolgte ein Wechsel.
Die Maßnahmen zeigten zumindest phasenweise Wirkung. Die Jungtornados präsentierten sich engagierter, bewegten sich besser und suchten häufiger das gemeinsame Spiel. Die Mannschaft zeigte nun deutlich mehr von dem, was sie sich ursprünglich für diese Begegnung vorgenommen hatte.
Zwar blieb Dresden weiterhin die spielbestimmende Mannschaft und erhöhte mit zwei weiteren Treffern auf 1:7, dennoch war im Vergleich zum ersten Drittel eine erkennbare Leistungssteigerung festzustellen.
Rückfall in alte Muster im Schlussdrittel
Leider gelang es der NW15 nicht, die verbesserte Leistung aus dem Mittelabschnitt in die letzten 20 Minuten mitzunehmen. Statt konsequent miteinander zu spielen, bestimmten zunehmend Einzelaktionen das Geschehen.
Mit dem wachsenden Rückstand machte sich auch Frustration bemerkbar. Dresden blieb effizient und erzielte vier weitere Treffer. Eine unnötige Strafe in der Schlussphase passte schließlich zum insgesamt unglücklichen Auftritt der Gastgeber.
Nach 60 Minuten stand eine deutliche 1:11-Niederlage auf der Anzeigetafel.
Klare Worte von „Theo“ Schwabe
Der vertretungsweise eingesetzte Trainer „Theo“ Schwabe fand nach der Begegnung deutliche Worte. Besonders enttäuschend seien die fehlende Laufbereitschaft, der mangelnde Einsatz und das zu selten erkennbare Zusammenspiel gewesen.
Die Leistungssteigerung im zweiten Drittel habe gezeigt, dass die Mannschaft durchaus in der Lage sei, sich gemeinsam gegen einen starken Gegner zu behaupten. Entscheidend sei nun aber, diese Bereitschaft nicht nur phasenweise, sondern über die gesamte Spielzeit abzurufen.
Für die kommenden Trainingseinheiten gibt es deshalb einen klaren Auftrag: Den eigenen Einsatz kritisch hinterfragen, mehr füreinander arbeiten und als Mannschaft wieder enger zusammenfinden.
Mund abwischen, weiter trainieren und gemeinsam nach vorne schauen. Gerade nach solchen Spielen kommt es darauf an, die richtigen Lehren zu ziehen und als Team gestärkt zurückzukehren.