
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, großem Kampfgeist und viel Spielfreude hat sich die SG Niesky/Weißwasser am Sonntag, dem 1. November, einen verdienten 6:5-Auswärtssieg bei der SG Chemnitz/Leipzig/ETC gesichert. Trotz einer veränderten Mannschaftsaufstellung und mehrfacher Ausgleichstreffer der Gastgeber bewies der Tornado-Nachwuchs Moral und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Nach dem Spiel am Vortag stand die NW15 erneut vor einer besonderen Herausforderung. Durch die Einbindung einiger Spieler aus der U13 musste die Mannschaft in einer veränderten Konstellation antreten. Gemeinsame Trainingseinheiten in dieser Zusammensetzung hatte es zuvor nicht gegeben. Umso wichtiger war es, von Beginn an als Team aufzutreten und die taktischen Vorgaben konsequent umzusetzen.
Die Marschroute war klar: offensiv den Abschluss suchen, dabei clever schießen und mögliche Nachschüsse nutzen. Defensiv sollte die Mannschaft sicher stehen, gefährliche Situationen durch konsequentes Klären entschärfen und bei Scheibenbesitz einen kontrollierten Spielaufbau zeigen.
Starker Auftakt gegen einen anspruchsvollen Gegner
Die Gäste aus Niesky und Weißwasser fanden gut in die Partie. Obwohl Chemnitz als Tabellenzweiter mit spielerischer Qualität und viel Druck auftrat, hielt die NW15 von Beginn an dagegen.
Bereits in der 8. Spielminute brachte Anton Hense seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. Finn Liewald erhöhte in der 13. Minute auf 2:0 und belohnte damit den engagierten Auftritt der Gäste.
Chemnitz ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken. Die Gastgeber erhöhten den Druck und verkürzten in der 16. Minute durch Willy Mende auf 1:2. Mit dieser knappen Führung ging es in die erste Drittelpause.
Immer wieder die passende Antwort
Auch im zweiten Drittel blieb die Partie intensiv. Die NW15 zeigte sich lauf- und spielfreudig, musste defensiv jedoch immer wieder schwierige Situationen überstehen. Nicht jeder Befreiungsversuch gelang, doch die Gäste fanden stets Wege, wieder selbst gefährlich zu werden.
In der 28. Minute gelang Chemnitz durch Daniel Shvets der 2:2-Ausgleich. Die Antwort der Tornados ließ gerade einmal 39 Sekunden auf sich warten: Finn Liewald traf nach Vorarbeit von Thalia Sprejz zur erneuten Führung.
Doch auch diesmal kämpften sich die Gastgeber zurück. Arthur Linnert stellte in der 34. Minute auf 3:3. Damit war für das Schlussdrittel wieder alles offen.
Drei Tore im Schlussdrittel bringen die Entscheidung
Im letzten Spielabschnitt zeigte die NW15 noch einmal eindrucksvoll ihren Siegeswillen. Trotz des hohen Drucks und der körperlich intensiven Spielweise blieb die Mannschaft konzentriert und suchte konsequent ihre Chancen.
In der 48. Minute brachte Oskar Möricke die Gäste mit einem Unterzahltor erneut in Führung. Wenig später nutzte die NW15 ihre Überzahlsituationen konsequent: Thalia Sprejz erhöhte in der 51. Minute auf 5:3, ehe Oskar Möricke nur 25 Sekunden später das 6:3 folgen ließ.
Die Entscheidung schien gefallen, doch Chemnitz gab sich noch nicht geschlagen. Rudi Becker und Florian Konrad verkürzten in den Schlussminuten auf 5:6 und sorgten noch einmal für Spannung.
Die Gäste verteidigten ihren knappen Vorsprung jedoch bis zur Schlusssirene und durften sich schließlich über einen hart erkämpften Auswärtssieg freuen.
Geschlossenheit als Schlüssel zum Erfolg
Besonders bemerkenswert war an diesem Tag die mannschaftliche Geschlossenheit. Trotz der ungewohnten Zusammensetzung fanden die Spieler schnell zueinander und unterstützten sich gegenseitig.
Statt Einzelaktionen standen schnelle Scheibenwechsel, gemeinsames Arbeiten und der Wille, füreinander einzustehen, im Vordergrund. Auch wenn nicht jede Spielsituation optimal gelöst wurde, blieb die Mannschaft ihrer Linie treu.
Trainer Richard Jandik zeigte sich vor allem mit der Einstellung seiner Schützlinge zufrieden. Seine Mannschaft habe nie aufgegeben, immer wieder die richtige Antwort gefunden und die geforderten spielerischen Grundideen umgesetzt. Der Sieg sei deshalb auch verdient gewesen.
Ein verdienter Sieg mit einem Wermutstropfen
So groß die Freude über den Erfolg in Chemnitz auch war, ganz ohne Enttäuschung endete der Spieltag nicht. Für den angestrebten zweiten Tabellenplatz fehlte der NW15 letztlich ein weiterer Sieg. Damit wurde die Qualifikation für die Verzahnungsrunde mit der Leistungsklasse 1 verpasst.
Dennoch kann die Mannschaft viel Positives aus dieser Begegnung mitnehmen. Gerade unter den schwierigen Voraussetzungen zeigte sie, was mit Einsatzbereitschaft, gegenseitiger Unterstützung und echtem Teamgeist möglich ist.
Am Ende steht nicht nur ein verdienter 6:5-Auswärtssieg, sondern vor allem eine starke Mannschaftsleistung, auf die die gesamte NW15 stolz sein kann.
13. MinFinn Liewald
29. MinFinn Liewald
48. MinOskar Möricke
51. MinThalia Sprejz
51. MinOskar Möricke
