Nach einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung musste sich die NW15 der SG Niesky/Weißwasser am Dienstag der SG Chemnitz/Leipzig/ETC mit 2:6 geschlagen geben. Über zwei Drittel zeigten die Jungtornados eine engagierte Leistung, ehe die Gäste im Schlussabschnitt das Spiel drehten.
Mit klaren taktischen Vorgaben gingen die Jungtornados in die Begegnung. Eine sichere Defensive, ein geordneter Spielaufbau und viel Laufarbeit sollten die Grundlage bilden. Besonders wichtig war es, die gegnerischen Verteidiger früh unter Druck zu setzen, die Anspielstationen konsequent zuzustellen und damit den Spielaufbau der Gäste bereits in deren eigenem Drittel zu stören.
Der Start gelang zunächst ordentlich. Die Nieskyer zeigten Einsatz und Laufbereitschaft, fanden offensiv allerdings zu häufig den Weg durch die Mitte. Das Spiel über die Außenbahnen und die notwendige Unterstützung des scheibenführenden Spielers funktionierten noch nicht wie gewünscht.
Die Gäste nutzten diese Schwächen für gefährliche Angriffe, scheiterten jedoch mehrfach an einer starken Torhüterleistung. In der 10. Spielminute brachte Thalia Spredz die Jungtornados nach Vorarbeit von Finn Liewald und Tim Russek mit 1:0 in Führung. Chemnitz/Leipzig/ETC gelang allerdings noch vor der ersten Pause der Ausgleich zum 1:1.
Deutlich verbessert im zweiten Drittel
Nach der Drittelpause setzten die Jungtornados die taktischen Vorgaben zunehmend besser um. Die Scheibe lief sicherer durch die eigenen Reihen, die Laufwege wurden konsequenter und auch das Angriffsspiel über die Außenbahnen funktionierte besser.
Mit zunehmender Spielzeit übernahm Niesky mehr Kontrolle und erspielte sich zahlreiche Torchancen. Der verdiente Lohn folgte in der 31. Spielminute: Finn Liewald traf nach Vorarbeit von Thalia Spredz und Tim Russek zur erneuten 2:1-Führung.
Mit 22:11 Torschüssen im zweiten Drittel unterstrichen die Jungtornados ihre spielerische Steigerung und nahmen den knappen Vorsprung mit in die letzte Pause.
Schlussdrittel bringt die Entscheidung
Für die letzten 20 Minuten war die Marschroute eindeutig: defensiv kompakt bleiben, die Führung absichern und bei sich bietenden Gelegenheiten über schnelle Gegenangriffe selbst gefährlich werden.
Doch ausgerechnet diese Vorgaben konnten die Jungtornados nicht mehr konsequent umsetzen. Die Zuordnung im eigenen Drittel ging zunehmend verloren, gegnerische Spieler erhielten zu viel Raum und auch im Angriff fehlte die notwendige Unterstützung.
Die Gäste nutzten diese Unsicherheiten konsequent. In der 42. Minute fiel zunächst der Ausgleich zum 2:2, nur gut zwei Minuten später folgte die erstmalige Führung für Chemnitz/Leipzig/ETC. Nach dem 2:4 in der 49. Minute gelang es den Jungtornados nicht mehr, ins eigene Spiel zurückzufinden.
Während die Gäste zunehmend die Kontrolle übernahmen, fehlten bei Niesky die Konsequenz in den Zweikämpfen und die nötige defensive Abstimmung. Zwei weitere Gegentreffer in der Schlussminute besiegelten schließlich die 2:6-Niederlage.
Gute Ansätze, aber noch fehlende Konstanz
Trainer Richard Jandik sah insbesondere in der Umsetzung der taktischen Vorgaben und der defensiven Geschlossenheit die entscheidenden Unterschiede zwischen den ersten beiden Dritteln und dem Schlussabschnitt.
Während sich die Mannschaft im zweiten Drittel deutlich gesteigert hatte, gingen im letzten Spielabschnitt Ordnung und Konsequenz verloren. Vor allem das Zustellen der gegnerischen Angreifer, die Unterstützung in der Defensive und das konsequente Arbeiten gegen die Scheibe müssen künftig über die gesamte Spielzeit funktionieren.
Trotz der deutlichen Niederlage zeigte die Partie auch, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Insgesamt 43 Torschüsse und eine starke Phase im Mitteldrittel belegen, dass die Jungtornados spielerisch durchaus mithalten können. Entscheidend wird sein, diese Leistung künftig über alle drei Drittel abzurufen.
31. MinFinn Liewald