
Vermeidbare Niederlage zum Start in der Regionalliga Nordost
Es war der erwartet enge Gradmesser zum Start in die neuformierte Regionalliga Nordost. Die Tornados vom neuen Cheftrainer Daniel Bartell reisten zum Ligaauftakt nach Dresden und trafen auf einen Gegner auf Augenhöhe. Personell konnten die Nieskyer noch nicht in Bestbesetzung antreten.
Mit dem neuen Goalie Daniel Arendas im Tor und Neuzugang Kevin Thau als neuen Kapitän ging es in der Joynext-Arena von Beginn an hin und her. Die Eislöwen Juniors begannen erwartet läuferisch stark. Beiden Teams war dennoch eine gewisse Nervosität in der Abtastphase nicht abzusprechen. In einer insgesamt noch zerfahrenen Partie hatten die Dresdner zunächst leichte Feldvorteile, ohne zwingend gefährlich zu werden. Chancen auf beiden Seiten waren meist harmlos und beide Goalies konnten sich bis dato auszeichnen. Die Begegnung wurde dann in der 19. Spielminute richtig eröffnet. Kevin Thau legte auf den schnellen Patrik Cermak, der den mitlaufenden Leon Eisebitt bediente und dieser traf zur Führung für die Tornados. Doch der Jubel hallte nur kurz durch das weite Rund, denn im direkten Gegenzug prallte ein Schuss von Robby Heinzel von der Bande direkt zu Maxim Rebizov, der nur einschieben musste. Mit dem 1:1 ging es in die erste Pause.
Der Mittelabschnitt begann sehr druckvoll durch die Gäste. Die Tornados nahmen das Spiel zusehends in die Hand und erspielten sich mehr Torabschlüsse. Doch es dauerte bis zur 30. Spielminute, ehe Kevin Thau in Überzahl über die rechte Seite ins Drittel zog, verzögerte und dann trocken ins kurze Kreuzeck abschloss. Als die Juniors nur drei Minuten später erneut auf der Strafbank platznehmen mussten, war es der Kapitän der Gäste Kevin Thau der die Scheibe im Angriffsdrittel hielt und von der blauen Linie aus dem Handgelenk ins lange Eck traf. Schulze im Tor der Hausherren war hier machtlos, da ihm die Sicht versperrt war. In der 35. Spielminute konnten die Juniors allerdings aus Gästesicht unnötigerweise den Anschlusstreffer erzielen. Frisch war der Torschütze. Dennoch gingen die Tornados mit der 2:3 Führung in die zweite Pause.
Das letzte Drittel begann mit einer Überzahl für die Hausherren. Kurz vor Ablauf der Strafe gegen Christoph Rogenz stimmte die Zuordnung nicht und Koslowski wurde am kurzen Eck völlig allein gelassen und konnte Daniel Arendas überwinden. Damit war die Begegnung wieder auf Null gestellt. Die Dresdener versuchten vermehrt Konter zu laufen und Niesky brachte die Scheibe nicht entscheidend vor das Tor von Yannic Schulze. Als die Tornados in der 51. Minute mit einem Mann mehr auf dem Eis waren rutschte eine Scheibe an der blauen Linie durch und Richard Zerbst lief allein auf das Tornado Tor zu und konnte Arendas austanzen. Die Nieskyer versuchten anschließend alles, um noch den verdienten Ausgleich zu erzielen, doch es sollte nicht gelingen. Mit der Schlusssirene konnte Rebizov noch ins verwaiste Tor einschieben und den Endstand zum 5:3 für die Dresdner erzielen. Damit blieben die drei Punkte in der Landeshauptstadt und die Tornados gingen geknickt vom Eis. Dennoch war dies kein schlechter Auswärtsauftritt, sondern mannschaftlich eine gute Leistung, auf der man aufbauen kann. „Am Ende die Konstanz über die 60 Minuten gefehlt“, resümierte Trainer Bartell nach der Partie.
Das nächste Spiel wartet am 18.10.26 auf die Fans der Tornados. Zu Hause im Eisstadion Niesky treffen sie im ersten Heimspiel auf den Adendorfer EC.

30. MinKevin Thau
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